Uwe C. Beyer

ist preisgekrönter Mediendesigner und Gründer des Büro Freihafen. Der glückliche Vater von drei Kindern ist begeisterter Segler, mittelmäßiger Musiker, schlechter Golfer und eiserner Fan von Eintracht Braunschweig.

Beyer war einer der ersten Grafiker in Deutschland, die Zeitschriften am Mac produzierten. Er begann seine Karriere als junges Gründungsmitglied der Zeitung Die Woche, mit der er die Goldmedaille des Art Directors Club und das „Worlds Best Designed Newspaper" der SND gewann. Aufgrund seiner redaktionellen Ausbildung schrieb Beyer eigene Artikel für die Bissinger-Zeitung und war der Gestalter mit der „Lizenz zum Redigieren“.

Anschließend leitete er den Bereich Grafik beim stern und entwarf in dieser Zeit auch das Masterdesign von stern.de. Als Art Director bei RTL Television in Köln sorgte er für den Einzug des Macintosh in das bis dato von Quantel-Workstations dominierte TV-Design und war verantwortlich für das Screendesign von RTL Aktuell, dem Nachtjournal sowie zahlreicher Talkshows und der Champions League- und Formel-1-Berichterstattung.

Nach dem Relaunch des ZEITmagazin wurde Beyer von Stefan Aust zum Spiegel geholt, dessen Layout-, Infografik- und Typografiekonzept er 1997 renovierte. In dieser Zeit begleitete Beyer auch die Umstellung der Produktion auf ein Mac-basiertes Redaktionssystem und entwickelte die neue Optik für Spiegel Special und Spiegel Online.

1997 gründete Beyer das Büro Freihafen in der Hamburger Speicherstadt und entwickelte es zu einer der führenden Adressen für Mediendesign. Vom Relaunch der Neuen Westfälischen über die Entwicklung von Kundenmagazinen von L’Oreal oder Sixt bis zur Neugestaltung der Bravo gibt es kaum ein Genre, das Uwe C. Beyer in den letzten 20 Jahren ausgelassen hat. Und das aus gutem Grund: „Es ist wie beim Bodybuilding. Wer immer nur an einer Maschine trainiert, hat irgendwann zu dicke Arme und zu dünne Beine.“

So wandern Beyers Interessen regelmäßig vom Mediendesign hin zu Produktdesign, 3D-Animation, Game- und Interface-Entwicklung. Seit vielen Jahren berät Beyer Software-Unternehmen wie Censhare, Vjoon oder Callas bei der Gestaltung und Entwicklung neuer Publishing-Lösungen sowie als Gestalter abendfüllender Multimedia-Vorträge.

Als Mitherausgeber der preisgekrönten Buchreihe turi2-edition beweist Uwe C. Beyer zusammen mit dem Verleger Peter Turi, wie ein Branchenmagazin aussehen kann, wenn eine Branche zusammenhält. Auf jeweils 200 bildstarken Seiten befasst sich die turi2 edition alle 4 Monate mit einem Kernthema der Medienwirtschaft.



Von 2012 bis 2014 machte Beyer eine Auszeit von der Selbständigkeit und wurde der erste Art Direktor in der Geschichte des Spiegel. Dort überarbeitete er sein eigenes, 18 Jahre unverändert verwendetes Designkonzept von 1997 und entwarf zahlreiche Spiegel-Line Extensions wie den New Scientist oder Spiegel Geschichte sowie das Masterdesign von Spiegel Online und der Spiegel-App.


In einem Porträt schreibt das Magazin journalist: "Mit seinem Büro Freihafen hat Beyer das Manager Magazin beraten, Layouts für TV Movie, Zeit Wissen und die Bravo entworfen. Er war Art Director beim ZEITmagazin, gestaltete die Internetseiten von Spiegel Online, Financial Times Deutschland und Stern mit, entwickelte die iPad-Apps fürs Handelsblatt und den Spiegel. Dabei hat Beyer weder studiert noch eine Grafikausbildung absolviert, sondern sich vieles selbst beigebracht. Seine Biographie zeigt: Man kann es mit Talent und Chuzpe auch ohne Abitur weit bringen – sogar bis zum Gastprofessor an die Universität Essen."

Thema seiner Professur im Fachgebiet Editorial Design war übrigens die „Gestaltung von Tageszeitungen auf Tablet PCs“ – sechs Jahre vor der Veröffentlichung des ersten iPads. Danke an dieser Stelle an Ralf Geißler für sein Porträt. Die Sache mit der Höhenangst hätte man etwas dezenter behandeln können, aber im Hogwarts-Treppenhaus an der Ericusspitze haben ja schon ganz andere Leute Schwindel-Attacken bekommen.

Neben den zahlreichen erfolgreichen Entwicklungen aus Beyers Feder haben es einige Titel nicht ans Licht der Öffentlichkeit geschafft. Dazu zählt auch das Nachrichtenmagazin Woche X, das Beyer mit Stefan Aust und seinem Team für die WAZ-Gruppe entwickelte. Ein Jahr lang entstanden Nullnummern mit echten Artikeln unter Produktionsbedingungen, dazu eine App mit einer innovativen Verschmelzung von Text und Bewegtbild.

Zu den Lieblingsaufträgen von Uwe C. Beyer zählt die Gestaltung von Titelbildern. Neben zahlreichen Covern für National Geographic, Spiegel, Handelsblatt, ZeitWissen oder Spektrum hat er auch Buchumschläge für Freunde oder ehemalige Kollegen entworfen. So gestaltete Beyer Bücher für Walter Kempowski, Stefan Aust, Hellmuth Karasek, Wolfram Weimer oder Manfred Bisinger.

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Auszeichnungen

Leadaward
Art Directors Club Goldmedaille
Best of Corporate Publishing
Fox Awards
Bayrischer Printmedienpreis
SND Worlds Best Designed Newspaper
European Newspaper Award
u.v.a.

Referenzen
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Axel-Springer-Verlag
Baker & Harrisson
Bauer Living
Bauer People
Bauer Women
Bertelsmann
Burda Senator Verlag
Callas Software
Censhare
Darmstädter Echo
Dauborn Membransysteme
Deutscher Gewerkschaftsbund
DZ Bank Finanzgruppe
Eintracht Braunschweig Marketing
Euroforum
Europäische Union
Expo 2000 Hannover
FC Bayern München
Financial Times Deutschland
Fact & Figures
GFW PhotoPublishing
Going Public
Gruner+Jahr AG
Gruner+Jahr Corporate Editors
Hamburger Sparkasse
Handelsblatt Media Group
Harenberg Verlag
Haymarket
Heinrich Bauer Verlag
Heinrich Vogel Verlag
Lindsten Elektroanlagen
Hoffmann und Campe
Hubert Burda Media
IDG Magazine Verlag
Jahreszeiten Verlag
Kempowski-Archiv
kress Verlag
Manager Magazin Verlag
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Me Myself & Eye
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Verlag Der Tagesspiegel
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Turi2 Verlag
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